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Künstlermonographie Sybille Will

6 Ghibli 2013 Öl auf Leinwand 100 x 80 cm Oh No 2012 Öl auf Canvas 100 x 80 cm begonnen, die sie mit kräftigem Duktus und dunklen Farben auf die Leinwand brachte. Inspiriert von Mar- lene Dumas und Douglas Kolk, ist ihr Anliegen nicht die bloße Abbildung, sondern immer die unmittelbare Darstellung von inneren Gefühlswelten. Während Sibylle Will früher vereinzelt die Stim- mungen von Fotografien in ihren Arbeiten umsetzte, schöpft sie ihre Ideen heute aus sich selbst heraus. Die Künstlerin hat sich dem Thema Mensch ver- schrieben, mit dem sie sich in ihren Werken intensiv auseinandersetzt. Die Faszination für dieses The- ma ist eine feste Konstante in ihrer künstlerischen Entwicklung, ebenso wie der figurative Ansatz. In ihren Bildern wird die Gefühlswelt und das „innere Gesicht“ der dargestellten Figur transportiert. Das Darunterliegende wird abgebildet − ein innere Welt, aber auch Erfahrungen, die ein Mensch gemacht hat. Die Figuren haben ihre eigene Wirklichkeit, eine reale geerdete Hülle ist nicht da und wird deshalb nicht abgebildet. Der Betrachter sieht ein inneres Wesen, eine Wunschvorstellung, eine Erinnerung. Neben der inhaltlichen Fokussierung ihrer Bil- der lässt sich auch ein formaler Aufbau erkennen: Stark bearbeitete Flächen innerhalb des Figurkör- pers oder des Gesichts stehen in formalem Kontrast zu dem ­weißen, leeren Raum, der die Figuren um- gibt. Dadurch entsteht eine vibrierende ­Spannung, sowohl formal rhythmisch und energetisch als auch inhaltlich. Die Körper wirken losgelöst von ­jeglicher Realität. Es gibt keine Situation, kein Um- feld, ­keine Erzählung: Vielleicht das Nichts, aus dem wir ­kommen und in das wir wieder gehen werden, oder das totale Ausblenden von unwichtigem Drum- herum, denn wir sind ja IN der Figur. Formal bleibt dem ausgearbeiteten Bild dadurch die Leichtigkeit Die Faszination für das Thema Mensch ist eine feste Konstante in ihrer künstlerischen Entwicklung, ebenso wie der figurative Ansatz.

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