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Künstlermonographie Sybille Will

5 Randfiguren und Gesichterbilder Es beginnt stets mit einer Zeichnung. Bevor Sibylle Will eine ihrer Figuren auf die Leinwand bringt, hat sie ihre Vorstellung davon bereits unzählige Male auf Papier gezeichnet. Außerhalb des Ateliers, in ent- spannter Situation, hilft das Skizzieren und Zeichnen ihr dabei, der inneren Vision von Gesicht und Figur nahe zu kommen. Oft ist es sehr lange dieselbe Vi- sion, die sie immer wieder zeichnet, planlos, neben- und übereinander, bis ihr inneres Bild eine klare Form angenommen hat. Sibylle Will beginnt ein Bild dann schnell, ohne Vorzeichnungen auf der Leinwand. In Mischtechnik arbeitet sie in vielen Arbeitsschritten die Figur, das Gesicht heraus. „Ich liebe es, zuzusehen, wie konkrete Gesichtszüge im Wasser verschwimmen und neue entstehen und sich auf diese Weise eine Vibration und eine Ambivalenz im Blick oder insgesamt ergibt.“ Über Wochen malt sie Lasur über Lasur und sieht zu, wie sich ihr neues „Wesen“ durch viele Meta- morphosen entwickelt. Dabei ergibt sich eine eige- ne Schaffensdynamik: Ab einem bestimmten Punkt übernimmt das Bild die Regie und bestimmt, wie es weitergehen soll. Es entsteht ein Dialog zwischen Künstlerin und Bild. Schon seit frühester Kindheit ist das Bedürfnis, zu zeichnen, fester Bestandteil in Sibylle Wills Leben. Unabhängig davon, welcher Form die ersten Linien ähnelten, am Ende wurden daraus immer mensch- liche Figuren. Ihre künstlerische Laufbahn hat Sibylle Will vor vielen Jahren mit dem Malen von Gesichtern Skizze Circles Skizze Flowers Abb. S. 4 Dreamwalker aus der Serie Circles 2010 Mischtechnik auf Leinwand 120 x 80 cm Oft ist es sehr lange dieselbe Vision, die Sibylle Will immer wieder zeich- net, bis ihr inneres Bild eine klare Form angenommen hat.

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