Ildiko Csapó ● Vita

1954 geboren in Temesvar (Rumänien)
1973 Matur
1975 - 1979 Hochschule für Bildende Kunst, Studium der Philosophie und der Kunstgeschichte
1996 - 1999 Museumspädagogin Kunstmuseum Basel
Mitglied Visarte Basel (Schweiz)







PHILOSOPHIE

Arabeske, Zwischenräume, Sichtbarmachung unbemerkter Vorgänge.
Spuren der Wiederholung und des auf – der –Stelle – tretens. Die Fülle des Augenblicks verkehrt sich in endlose Wiederholung konvergierend mit dem Nichts.

Friedrich Schlegel schreibt: „ Die Arabeske ist die älteste und ursprünglichste Form der menschlichen Phantasie (verstanden als „reizende Symmetrie von Wiedersprüchen, wunderbar ewige Wechsel von Enthusiasmus und Ironie, künstlich geordnete Verwirrung).

Der Anspruch der absoluten Anonymität, die Proklamierung des „Ding an sich“, die Konstituierung des unveränderbaren Zustandes des Raums, die Ignoranz gegenüber Gestaltungsgesetzen wird durch verschiedene Faktoren unterbrochen.

Die Motive folgen in sich einem Rhythmus bis ins Unendliche. Durch Vervielfältigung wird eine Metapher für die Ewigkeit dargestellt. Diese Faszination der Wiederholung ist ein dynamischer, unveränderlicher Effekt. Jeder Teil dieser Wiederholung bewahrt Identität, ohne einem anderen überlegen zu sein.

Es ist mir wichtig, die Zeit - und Raumgrenzen zu überschreiten, um nach globalen Mustern und Wahrheiten zu suchen. Zur Konstruktion gehört auch die Dekonstruktion. Das Problem der Reihung ist nicht allein ein solches der Addition, sondern ebenso des rhythmischen, das heisst der organisierten Reihen, und umfasst Progression, Degression, Multiplikation, Subtraktion, Durchdringung etc.